www.kirchenmusikstudium.de

  Studium der ev. Kirchenmusik
Notenstudium

Kirchenmusik studieren – was sind die Voraussetzungen, und was ist das Ziel?

Um das Kirchenmusikstudium zu beginnen, ist die allgemeine Hochschulreife erforderlich (Abitur). In der Regel ist das Studienziel nach acht Semestern das Diplom (B-Prüfung). Für musikalisch besonders motivierte Studierende ist nach der Erlangung des Diploms ein Aufbaustudium von vier Semestern möglich („A-Examen“). An einigen Instituten wurden statt dessen inzwischen die Abschlüsse “Bachelor” und “Master” eingeführt.
Über die Einzelheiten der Aufnahmeprüfungen informieren die Ausbildungsstätten auf ihren Internetseiten.

Wie verläuft die Ausbildung?

Im Studium wird auf mehrere Schwerpunkte Wert gelegt:

In den praktisch-musikalischen Fächern werden die musikalischen Fähigkeiten trainiert. Es geht geht vor allem um Orgelspiel und Chorleitung, aber auch um Klavier (ggfs. auch Cembalo-)spiel, Gehörbildung und Partiturspiel. Auch der Umgang mit der eigenen Stimme ist wichtig (Gesangsunterricht, Methodik des Singens). Angebote in Kinderchorleitung, Bläserchorleitung (ggfs. mit Unterricht in einem Blechblasinstrument) und in Popularmusik ergänzen die Ausbildung.
 

Die musikalisch-theoretischen Fächer Tonsatz bzw. Harmonielehre und Kontrapunkt erklären die „Baugesetze“, nach denen die Komponisten der europäischen (Kirchen)Musik von der Renaissance bis in die Gegenwart komponiert haben, z.B. das Kirchenlied, die Motette, die Kantate oder die Messe. In kleinen Übungen und eigenen Kompositionen werden diese Baugesetze praktisch umgesetzt. Eine besondere Aufmerksamkeit in diesem Fächerkanon ist dem Orgelbau und der Geschichte der Orgel gewidmet.
 

Das theologische und musikgeschichtliche Grundlagenwissen umfasst die Geschichte und gegenwärtige Gestaltungsmöglichkeiten der Gottesdienste („Liturgik),  die Geschichte des Kirchenliedes („Hymnologie“) und Struktur und Aufbau der Landeskirche. Außerdem geht es um die kirchenmusikalischen Traditionen im Rahmen der europäischen Musikentwicklung (Kirchenmusikgeschichte/Musikwissenschaft).
 

Der Studienverlauf kann für Sie ganz persönlich eine aufregende Zeit sein, denn Sie lernen, Ihre vorhandenen Fähigkeiten zu verfeinern und Ihr gesamtes musikalisches Repertoire zu erweitern. Auch anspruchsvolle und schwierige Werke können Sie beherrschen. Im liturgischen Orgelspiel werden Sie sicherer, in der Begleitung der Gemeinde einfallsreicher. Wenn Sie kontinuierlich mit dem Hochschulchor arbeiten, werden Sie Umsicht im Planen der Chorproben und Erfahrungen im Dirigieren gewinnen. An vielen Ausbildungsstätten beinhaltet das Studium auch praktische Stationen, z.B. ein Gemeindepraktikum, in dem Sie Ihre Kenntnisse erproben können.
Gastdozentinnen und Gastdozenten bieten zusätzliche Seminare an, z.B. zu speziellen Fragen der Chorleitung oder des Orgelspiels. Chorfahrten oder Exkursionen durch die unterschiedlichen Orgelbaulandschaften Europas können Ihr Studium ergänzen

[Start/Navigation] [Berufsbild] [Eignung] [Studium] [Studienorte] [Anstellung] [Fortbildung] [Landeskirchen] [Direktorenkonferenz] [Links]

www.kirchenmusikstudium.de
Eine Information der Konferenz der Leiter der Ausbildungssstätten für ev. Kirchenmusik und der Landeskirchenmusikdirektoren